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Liebe Angehörige und Freunde der HCU Hamburg,

kurz vor dem Semesterende erhalten Sie den zweiten HCU-Newsletter 2016 - unser regelmäßiges, kurzes Update aus der HafenCity Universität Hamburg.

Wenn Sie den Newsletter gut finden, dann leiten Sie ihn gerne weiter! Wenn Sie ihn weitergeleitet bekommen haben und Ihnen unser vierteljährliches News-Update gefällt, können Sie sich hier anmelden.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre und eine schöne Sommerzeit! Sie hören zum Start des neuen Semesters wieder von uns.

Marina Brink
Referat für Kommunikation


Aktuelles

Berufungsvorträge für sechs neue Architektur-Professuren an der HCU abgeschlossen

Interdisziplinär, forschungsstark und dabei berufserfahren. So lautet das Anforderungsprofil für die sechs Architektur-Professuren, die im Januar als halbe Stellen an der HCU ausgeschrieben wurden. Ein halbes Jahr ist mittlerweile seit der Ausschreibung vergangen. Spannende und hochkarätige Bewerbungen wurden in den Berufungskommissionen gesichtet - darunter sogar ein Künstlerkollektiv! Die Wahl, welche Kandidatinnen und Kandidaten für einen Berufungsvortrag und eine Lehrprobe an die HCU kommen sollten, fiel nicht leicht, doch mittlerweile haben alle sechs hochschulöffentlichen Termine stattgefunden. 

Was passiert nun? Wann kommen die neuen Architektur-Professoren und -Professorinnen? Und wie läuft so ein Berufungsverfahren überhaupt  ab? Wir haben alle Infos für den HCU-Newsletter auf der Website zusammengestellt.

Historikerin Dr. Lisa Kosok übernimmt eine Professur an der HCU

Historikerin Dr. Lisa Kosok hat als neue Professorin für "Kulturerbe und Museumswissenschaften" ihr Büro an der HCU Hamburg bezogen. Kosok ist eine alte Bekannte in der Hamburger Museumslandschaft: Die Historikerin war ab 2008 Direktorin des Museums für Hamburgische Geschichte und leitete die Stiftung Historische Museen Hamburg. Vor ihrem Wechsel an die HCU, war sie 2015 als Direktorin in der Eröffnungsphase des Europäischen Hansemuseums in Lübeck tätig. Wird an der HCU nun auch ein Museum eröffnet? Gewissermaßen, denn eine Aufgabe Kosoks wird die Konzeption und Leitung eines Hamburger Forschungs-, Informations- und Ausstellungszentrums für Architektur und Stadtentwicklung sein. Weitere Informationen zu Lisa Kosok gibt es auf der HCU-Website.

Internationale Gäste im CityScienceLab

Vier Gastwissenschaftler werden über das Fellow-Programm „Stadt der Zukunft“ der ZEIT-Stiftung in den kommenden Monaten an das CityScienceLab der HCU kommen. Anregung von Forschung und Lehre sowie der Austausch mit anderen Wissenschaftlern und Studierenden stehen im Mittelpunkt der bis zu drei Monate langen Fellowships.

Parisa Shahmohamadi (FU Berlin), Asta Vonderau (Stockholm University), Malene Freudendal-Pedersen (Roskilde University) sowie Evert Ypma (Hochschule Luzern) forschen zu Themen wie Digitalisierung, Stadt-Communities, Mobilität und Klima. 

Ira Winder (MIT Boston), Ramon Reichert (Universität Wien) und Ariel Noyman (MIT Boston, Foto) waren die ersten drei Fellows im Wintersemester 2016/17, zuletzt waren im Juni Luise Noring (CBS Kopenhagen) und Cristian Kern (TU Wien) zu Gast.

HCU-Studierende bauen Rathauspassage um 

Für 3,5 Millionen Euro soll die Hamburger Rathauspassage umfassend saniert werden. Bereits im Sommer 2013 fand an der HCU ein Stegreif-Wettbewerb statt, in dem Studierende Entwürfe zum Umbau der gemeinnützig von der Diakonie betriebenen Rathauspassage vorgestellt hatten. Möbelentwürfe der Studierenden Tim Diesing, Oskar Görg und Ferdinand Leser sind bereits umgesetzt und in der Rathauspassage im Einsatz. Ein Vorentwurf von HCU-Studierenden, der die denkmalgerechte Öffnung der unterirdisch gelegenen Passage zur kleinen Alster hin vorsieht (siehe Fotomontage von Goerg und Leser), ist ebenfalls Teil der Planungen, die nun in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro me di um konkretisiert werden.

Stegreif-Lehrbeauftragter Matthias Kulcke freut sich über den Erfolg: "Mit dieser Umsetzung ist geglückt, was grundsätzlich durch das Konzept der Stegreife in Kooperation mit externen Partnern angelegt ist: Studierende werden einbezogen in Planungen und die gestalterische Arbeit in realen Kontexten."

Hamburger Lehrpreis für HCU-Hydrographin Tanja Dufek

Herzlichen Glückwunsch an HCU-Hydrographin Tanja Dufek, die in der vergangenen Woche einen Hamburger Lehrpreis erhalten hat! Zum achten Mal zeichnete der Hamburger Senat die Arbeit herausragender Hochschullehrerinnen und -lehrer aus. 17 Preisträgerinnen und Preisträger der staatlichen Hamburger Hochschulen konnten sich über eine Auszeichnung freuen. Das Besondere an dem Preis: Das Vorschlagsrecht für den Lehrpreis liegt ausschließlich bei den Studierenden!

Doppelsieg der HCU beim VDI-Wettbewerb "Bahnhof Köln Messe/Deutz"

Ein halbes Jahr intensive Arbeit, die sich ausgezahlt hat: HCU-Studierende Josefin Matsson, Linnea Jansson, Nicola Hülsmann und Marc Polay haben mit ihrem Entwurf zur Umgestaltung des Bahnhofs Messe/Deutz die interdisziplinäre Fachjury rund um Stararchitekt Dipl.-Ing. Christoph Ingenhoven überzeugt und den ersten Platz beim VDI-Wettbewerb Integrale Planung gewonnen. Insgesamt vier Mal ist die HCU in der Top 10-Auswahl von insgesamt 43 Wettbewerbsbeiträgen vertreten. Betreut wurden die Arbeiten im interdisziplinären Masterentwurfsseminar von Prof. Annette Bögle, Prof. Bernd Kritzmann und Nils Ratschke. Alle Sieger, Fotos und Hintergründe gibt es auf der HCU-Website und auf Facebook.


Interview: Dr. Nadine Appelhans

Nadine Appelhans ist HCU-Allstar: Bis 2008 studierte sie Stadtplanung an der TU Harburg und an der HCU. Für Ihre in Kooperation entstandene Diplomarbeit mit dem Titel „‘What about the houses, man?‘ – Neue Strategien für den Low-Income-Siedlungsneubau in Südafrika“ erhielten sie und David Senger den ersten „Holcim-Studienpreis“. Anschließend unterstützte sie die HCU als Lehrbeauftragte. Ihre Promotion - ebenfalls mit Afrika-Bezug - schloss sie im April dieses Jahres ab und wechselte als Post-Doc an die TU Dortmund.

In den vergangenen Jahren haben Sie sich verstärkt der Stadtplanung in Afrika, und besonders Äthiopiens gewidmet. Woher stammt dieses Interesse? 

Das Anfangsinteresse liegt in meinem familiären Hintergrund. Meine Mutter ist Südafrikanerin, und über die Beschäftigung mit den Lebensverhältnissen dort kam auch Interesse an den Situationen und Dynamiken in anderen afrikanischen Städten auf. Nach Äthiopien kam ich dann über ein Projekt meines Doktorvaters Prof. Dieter Läpple.  

Welche Trends haben Sie in Äthiopien festgestellt? 

Der Trend zur Verstädterung, von dem nahezu ganz Sub-Sahara Afrika derzeit betroffen ist, lässt sich auch in Äthiopien deutlich beobachten. Man stellt fest, dass die Städte dort nicht nur wachsen, sondern auch sozio-ökonomisch und kulturell im Umbruch sind und spürt die Spannungen. Unter der besonderen Lage der Ressourcenknappheit bringt diese Konstellation vielfältige Herausforderungen für die Stadtentwicklung mit sich.  

Wie kann aus Ihrer Sicht informelle Urbanisierung und formelle Stadtentwicklung miteinander vereinbart werden?  

Urbane Informalität muss differenziert bewertet werden. Sie ist zudem nicht zwangsläufig mit Armut verbunden. Es ist daher wichtig zu fragen, was und wer genau hinter den informellen Aushandlungsprozessen steckt. Denn was „informell“ ist, ist veränderlich und Gegenstand gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse, die in Gesetze und Verordnungen überführt werden. Es geht darum, fallbezogen die Stärken informeller Urbanisierung anzuerkennen, die unter Umständen im sozialen, organisatorischen, ökologischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Bereich liegen. Wenn die Politik und die Institutionen der Stadtentwicklung offen sind, lassen sich auf Grundlage der positiven Merkmale und Effekte informeller Urbanisierung neue Perspektiven und Planungsinstrumente für die Stadtentwicklung enwickeln, von denen die Kommunen profitieren. Dies gilt in Äthiopien genauso wie in Deutschland und in wachsenden genauso wie in schrumpfenden Städten.

Seit Kurzem sind Sie an der TU Dortmund im Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung tätig. Was machen Sie dort genau? 

Das Thema knüpft an meine Promotion an, in der ich das Verhältnis von institutioneller Planung und Alltagspraktiken der Urbanisierung am Beispiel der Stadt Bahir Dar im Norden Äthiopiens erforscht habe. Als Post-Doc im Rahmen eines DFG Projektes zum Thema „Translating the networked city: adaptation and creativity in urban infrastructures in Africa”, beschäftige ich mich mit öffentlichem Nahverkehr in Nairobi, Kenia und Dar es Salaam in Tansania. Ich forsche jeweils in den beiden Städten vor Ort und bin dann mit Prof. Sabine Baumgart in Dortmund an der Publikation der Ergebnisse beteiligt.


HCU-Veranstaltungen

Disziplinäre Grenzgänge. Neue Arbeitsfelder in Stadtgestaltung und Stadtforschung - ein Perspektivenwechsel

Wie sehen die neuen Arbeitsfelder in der Co-Produktion von Stadt aus? Wer ist hier tätig? An welchen Stellen entstehen neue Aufgabenbereiche und welches disziplinäre Wissen ist gefragt?
Praxis und Theorie neuer „Stadt-(Mit)Macher“ stehen im Zentrum des Symposiums, welches von Prof. Michael Koch, Arbeitsgebiet Städtebau und Quartierplanung, organisiert wird.

Termine und Ort: 21. bis 23. Juli 2016 im Kraftwerk Bille, Bullerdeich 12-14, 20537 Hamburg und Oberhafen, Halle 424, Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg.

Hamburger Klimawoche: Klima-Check an der HCU

Hamburg muss sich im Zuge des Klimawandels an vermehrte Starkregen und erhöhte Temperaturen im Sommer anpassen. Im Rahmen dieses Seminars können interessierte Hamburger anhand einer im von Prof. Wolfgang Dickhaut im Arbeitsgebiet Umweltgerechte Stadt- und Infrastrukturplanung entwickelten Checkliste überprüfen, ob Ihr Haus und Grundstück von den Klimafolgen betroffen ist.

Termin und Ort: 29. September 2016, 18-20.30 Uhr, an der HCU Hamburg.

Weitere Veranstaltungshinweise sind im Kalender auf der Website der HCU zu finden.


HCU in den Medien

Süddeutsche Zeitung, 15. Juni 2016:
Mit dem Ende des Semesters ist auch die Workshop-Phase von "FindingPlaces" abgeschlossen. In rund 40 Workshops haben Hamburgerinnen und Hamburger nach Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gesucht. Die SZ war mit dabei und titelte "App der guten Hoffnung"!

Die WELT, 10. Juni 2016
:
Die neue Exzellenzstrategie von Bund und Ländern kommt, das haben Bund und Länder Mitte Juni beschlossen. In einem WELT-Gastbeitrag hatte HCU-Präsident Dr.-Ing. Walter Pelka noch kurz zuvor Stellung bezogen.

SAT.1 Regional, 23.05.2016:
Der erste Platz im renommierten Bülau-Wettbewerb ging in diesem Jahr an die HCU-Studierenden Baptiste Froger und Hugo Janvier, die mit ihrem Entwurf "Bäderwerk" zur Neugestaltung der Hamburger Hafenkante neben dem alten Elbtunnel die Jury überzeugten. 


Und sonst so?

+++ Prominenter Besuch: Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Grünen und Mitglied des Deutschen Bundestages war heute gemeinsam mit der Zweiten Bürgermeisterin und Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank zu Gast im CityScienceLab der HCU. Nach der Präsentation des Projektes "FindingPlaces" durch Prof. Gesa Ziemer ließen es sich die Politiker nicht nehmen, ganz bodenständig das Mittagsangebot der Mensa zu testen. +++

+++ Wenn Anfang August die Olympischen Spiele beginnen, ist auch die HCU mit dabei: Architektur-Studentin Charlotte Stapenhorst fliegt mit den deutschen Hockey-Damen nach Rio de Janeiro! Für die intensiven Vorbereitungen hat sie ihr Studium im Sommer ausgesetzt, "Alles auf Hockey!", sagte sie in einem Abendblatt-Interview, "diese Chance will ich mir nicht entgehen lassen." Wir wünschen viel Glück! +++

+++ Die HCU hat einen neuen AStA und der hat viel vor! Studentische Arbeitsräume, neue Veranstaltungen und Campus-Kultur sind einige der Themen. Björge Köhler, Gabriel Nießen und Christian Dabitz übernehmen den Vorstand des Studierendenausschusses. +++

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HafenCity Universität Hamburg
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Redaktionsleitung: Marina Brink
Redaktion: Jost Backhaus, Gotlind Birkle, Antonia Bock, Annette Buschermöhle
Bilder: Marina Brink/HCU Hamburg; Oskar Görg/Ferdinand Leser; Initiative NAT, Heike Günther; Uta Konopka